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May 09 VaranasiTatütata! Heute grüße ich aus der achso heiligen Stadt Varanasi. Auf dem Flug von Delhi nach Varanasi saß ich neben einem Amerikaner. Er war mit Kollegen geschäftlich hier in die Umgebung unterwegs und meinte, dass einer von diesen aus der Nähe von Stuttgart kommt. Der Herr hat mich dann auch an der Gepäckausgabe angesprochen: er wohnte früher mal in Ammerbuch und hat für die Stadt Herrenberg irgendwelche Planungsarbeit gemacht. Da muss ich erst nach Varanasi fahren, um jemanden zu treffen, der Kuppingen kennt. Na immerhin, nichts ist unmöglich. In Varanasi angekommen, habe ich nicht schlecht über das Hotel gestaunt, dass ich in Goa über ein Reisebüro gebucht hatte: sauber,schönes und geräumiges Zimmer, toll eingerichtet, Doppelbett und Klimaanlage. Das ganze fürt 850 Rupien inklusiv Frühstück. Da hab ich wohl ein richtiges Schnäppchen gemacht, denn die anderen hier, mit ihnen habe ich auch die Bootsfahrt gemacht, bezahlen um die 3000 Rupien ohne Frühstück. 1 Euro sind um die 63 Rupien. Am Mittwochmorgen haben wir dann eine Bootsfahrt auf dem Ganges entlang den verschiedenen Ghats gemacht. Wir sind um 5.15 los und die Nacht zuvor war wieder zu kurz. Nach der Fahrt ging es nochmal ne Runde ins Bett. Es ist schon erstaunlich, dass es den Indern gar nichts ausmacht in dieser Drecksbrühe ihr heiliges Bad zu nehmen, Kleider zu waschen, Zähne zu putzen, etc, etc. Wir sind auch an den zwei Stellen vorbeigekommen wo die Leichen verbrannt werden. Man muss schon ganz genau hinschauen, um zu erkennen wo in dem Holzstapel die Leiche liegt. Zu unserer großen Überraschung ist eine in Tücher eingewickelte Leiche neben unserem Boot geschwommen. Kinder, schwangere Frauen, Leprakranke und noch irgendwelche bestimmte erkrankte Menschen, dürfen nicht verbrannt werden bzw. diejenigen, die es nicht möchten. Wieso die Leiche allerdings auf dem Wasser schwamm, war auch unserem „Guide“ etwas rätselhaft, denn normalerweise beschwert man sie – das hat er zumindest gesagt. Schon ein komisches Gefühl, wenn da so ein Menschenpäckchen vorbei „schwimmt“. Tagsüber habe ich dann nicht viel gemacht, es ist einfach zu heiß: um die 45°C. Der Fahrradrikshafahrer zum Bahnhof tat mir ja fast leid, dass er bei dieser Hitze mich eine gute halbe Stunde kutschiert. Musste am Bahnhof nämlich checken ob ich einen Liegeplatz für meine 14 ½ stündige Zugfahrt nach Kalkutta habe. Leider stehe ich immer noch auf Platz zwei der Warteliste. Zurück habe ich mir dann aber eine Autorikscha genommen. Mit dem Fahrrad ist war es mir ein zu großes und schmerzhafte Geholper. Gegen abend, als es etwas kälter wurde, bin ich dann nochmal die ganzen Ghats entlang gelaufen. Die Inder können echt nervig und aufdringlich sein. Als ich mit anderen Touristen bei den Vebrennungsplätzen stand (wir wurden von einem Inder dorthin geführt und es hieß es ist in Ordnung, wenn wir bleiben), wurden wir darauf Aufmerksam gemacht, dass nur die Familien dort Zutritt haben und wir doch von einem Haus aus zuschauen könnten. Indem Zusammenhang fielen dann auch Sätze wie: in den Häusern liegen Menschen im Sterben, die kein Geld haben und keine Angehörigen und wir sollten doch ihnen die Verbrennung bezahlen. Jo, ist klar, im sterbenden Zustand sind die noch alleine nach Varanasi gereist. Es gibt bestimmt auch Fälle auf die es zutrifft, aber ob man dann dem richtigen Hilft ist fraglich. Teilweise ist es echt unverschämt wie die Inder mit Touristen umgehen. Ich hatte heute auch meinen großzügigen Tag und habe einem Bettler etwas gegeben – es war ihm wohl zu wenig. Ich hab ihm dann gesagt, wenn er das Geld nicht haben möchte, dann brauch er es nur zurückzugeben, aber das wollte er dann auch nicht. Auf dem Rückweg hat mich ein englischsprechendes Ehepaar mitgenommen, damit mich die Inder nicht noch vollens zu Gehörlosigkeit zulabern. Hat auch gut geklappt. Das letzte Stück bin ich dann alleine gegangen und ein kleines, nettes, hübsches Arschlochinderkind (AIK) hat mir einen Stein ans Auge geworfen. Er fand das wohl ziemlich lustig. Ich musste mich echt zusammenreissen, um ihm nicht eine voll reinzuhauen. Varanasi war mal ganz interessant zu sehen, aber zu Tempeln bin ich nicht merh gegangen. Irgendwann ist es auch genug. Da genieße ich doch noch lieber mein Hotelzimmer bis ich auschecken muss und dann werde ich noch die 3 Stunden mit dem niederlaendischen Oesterreich, der auch im Hotel war, irgendwie rumbringen. Mittagessen muss ich ja auch noch. Ich muss sagen an Varanasi hat mir am besten das Hotel gefallen. Von Freitag bis Sonntag bin ich in Kalkutta und Montagmorgen fliege ich dann zurück nach Frankfurt! Ich wünsche schonmal ein schönes Wochenende. Liebe Grüße, Rebekka TrackbacksWeblogs that reference this entry
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