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May 11 KolkataSo, dass war mein Indienaufenthalt. Am Donnerstag abend bin ich mit dem Nachtzug nach Kalkutta gefahren. Als ich in Varanasi am Bahnhof ankam, wurde ich direkt von der Tourist Police in Empfang genommen und sie wollten wissen wohin ich fahre. Da ich ja noch keine Bestätigung für einen Liegeplatz hatte musste ich das erstmal klären. Hatte dann auch Glück und habe einen Platz bekommen. Dann sollte ich wieder zu der Polizei zurückkommen und dort warten bis mein Zug kommt bzw bis sie wissen auf welchem Gleis er ankommt, da er verspätung hatte. Also die Tourist Police in Varanasi war mal richtig nett und hat sich super um die Touristen gekümmert. Die Zugfahrt war echt super, bei meiner Größe hatte ich auch genügend Platz. Nachdem ich ein Hotel gefunden hatte bin ich ein wenig durch Kalkutta gelaufen. Zuerst war ich bei der Mutter Theresa und ihrem Orden. Das liegt in einem ärmeren Viertel und die Inder haben mich mal nicht angequatscht. War mal sehr angenehm. Sobald ich aber wieder mehr im Touristenviertel bzw in der Einkaufsstrasse war ging’s wieder los. Boah die können einem wirklich auf den Geist gehen. Für Samstag habe ich dann einen Shopping-Tag geplant. Oh man war das ansttrengend. Jeder Händler quatscht dich an auf dem Markt und teilweise folgen sie dir auch ne ganze Weile. Wenn man aber dann lautstark mal den Kommentar ablässt, dass einem jemandem folgt, dann ist man die relativ schnell los. An einem Straßenstand wollte ich dann ein paar Ketten kaufen. Der Verkäufer war ein richtiges Schlitzohr, aber ich auch. Hab ihn 1/3 des Anfangspreises runtergehandelt. Das hatte auch ein anderer Inder mitbekommen und er meinte dann zu mir: „also dir kann man wohl nichts vormachen, du weißt wie die Verkäufer ticken und kannst die richtig gut runter handeln.“ Ja das machen einige Wochen Indienerfahrung aus. Und handeln macht an sich auch richtig Spaß. Wahrscheinlich habe ich immer noch mehr bezahlt, als dass es echt Wert ist, aber ich denke für knapp 5,40 Euro sind 8 Armbänder und 4 Ketten ok. Ach ja und dann habe ich mir noch ein typisch indisches Kleidungsstück geleistet; es wird maßgeschneidert. Das erste Mal, dass ich bei einem Schneider was machen lasse. Ein Sari ist es aber nicht, dafür reicht mein Geld nicht. Außerdem würde ich ihn eh nie tragen. Nach dem Einkaufen war ich so verdammt fertig und ich wusste wieder warum ich es hasse. Unterwegs habe ich dann noch einen Kanadier getroffen und wir waren abends dann noch bei dem Victoria Memorial und den Musikbrunnen. War ganz nett und wir haben mal richtig nette und gebildete indische Familien getroffen. Heute hab ich erstmal ausgeschlafen und ein bißchen Fernseh geschaut. Muss man ja mal ausnutzen bei einem Flachbildschirm. Nachmittags war ich noch im Park bei dem Victoria Memorial und bin ein wenig herumgelaufen, lag im Schatten und habe was gelesen. Zum Abendessen gab es heute mal ein Huehnchenschnitzel – ich bereite mich schon langsam auf morgen vor ;-)b und um 21h geht es auch schon zum Flughafen. Ich wünsche mir selbst einen guten Heimflug und würde mich freuen, wenn der Platz neben mir frei wäre (so wie es immer in den Inlandsflügen, die ich hier gemacht habe, war) dann kann ich mich besser ausbreiten. Am Donnerstag fahre fahre ich wohl nach Enschede. Spätestens am 04. Juni bin ich für ca. 4 Tage da. Bis morgen dann. May 09 VaranasiTatütata! Heute grüße ich aus der achso heiligen Stadt Varanasi. Auf dem Flug von Delhi nach Varanasi saß ich neben einem Amerikaner. Er war mit Kollegen geschäftlich hier in die Umgebung unterwegs und meinte, dass einer von diesen aus der Nähe von Stuttgart kommt. Der Herr hat mich dann auch an der Gepäckausgabe angesprochen: er wohnte früher mal in Ammerbuch und hat für die Stadt Herrenberg irgendwelche Planungsarbeit gemacht. Da muss ich erst nach Varanasi fahren, um jemanden zu treffen, der Kuppingen kennt. Na immerhin, nichts ist unmöglich. In Varanasi angekommen, habe ich nicht schlecht über das Hotel gestaunt, dass ich in Goa über ein Reisebüro gebucht hatte: sauber,schönes und geräumiges Zimmer, toll eingerichtet, Doppelbett und Klimaanlage. Das ganze fürt 850 Rupien inklusiv Frühstück. Da hab ich wohl ein richtiges Schnäppchen gemacht, denn die anderen hier, mit ihnen habe ich auch die Bootsfahrt gemacht, bezahlen um die 3000 Rupien ohne Frühstück. 1 Euro sind um die 63 Rupien. Am Mittwochmorgen haben wir dann eine Bootsfahrt auf dem Ganges entlang den verschiedenen Ghats gemacht. Wir sind um 5.15 los und die Nacht zuvor war wieder zu kurz. Nach der Fahrt ging es nochmal ne Runde ins Bett. Es ist schon erstaunlich, dass es den Indern gar nichts ausmacht in dieser Drecksbrühe ihr heiliges Bad zu nehmen, Kleider zu waschen, Zähne zu putzen, etc, etc. Wir sind auch an den zwei Stellen vorbeigekommen wo die Leichen verbrannt werden. Man muss schon ganz genau hinschauen, um zu erkennen wo in dem Holzstapel die Leiche liegt. Zu unserer großen Überraschung ist eine in Tücher eingewickelte Leiche neben unserem Boot geschwommen. Kinder, schwangere Frauen, Leprakranke und noch irgendwelche bestimmte erkrankte Menschen, dürfen nicht verbrannt werden bzw. diejenigen, die es nicht möchten. Wieso die Leiche allerdings auf dem Wasser schwamm, war auch unserem „Guide“ etwas rätselhaft, denn normalerweise beschwert man sie – das hat er zumindest gesagt. Schon ein komisches Gefühl, wenn da so ein Menschenpäckchen vorbei „schwimmt“. Tagsüber habe ich dann nicht viel gemacht, es ist einfach zu heiß: um die 45°C. Der Fahrradrikshafahrer zum Bahnhof tat mir ja fast leid, dass er bei dieser Hitze mich eine gute halbe Stunde kutschiert. Musste am Bahnhof nämlich checken ob ich einen Liegeplatz für meine 14 ½ stündige Zugfahrt nach Kalkutta habe. Leider stehe ich immer noch auf Platz zwei der Warteliste. Zurück habe ich mir dann aber eine Autorikscha genommen. Mit dem Fahrrad ist war es mir ein zu großes und schmerzhafte Geholper. Gegen abend, als es etwas kälter wurde, bin ich dann nochmal die ganzen Ghats entlang gelaufen. Die Inder können echt nervig und aufdringlich sein. Als ich mit anderen Touristen bei den Vebrennungsplätzen stand (wir wurden von einem Inder dorthin geführt und es hieß es ist in Ordnung, wenn wir bleiben), wurden wir darauf Aufmerksam gemacht, dass nur die Familien dort Zutritt haben und wir doch von einem Haus aus zuschauen könnten. Indem Zusammenhang fielen dann auch Sätze wie: in den Häusern liegen Menschen im Sterben, die kein Geld haben und keine Angehörigen und wir sollten doch ihnen die Verbrennung bezahlen. Jo, ist klar, im sterbenden Zustand sind die noch alleine nach Varanasi gereist. Es gibt bestimmt auch Fälle auf die es zutrifft, aber ob man dann dem richtigen Hilft ist fraglich. Teilweise ist es echt unverschämt wie die Inder mit Touristen umgehen. Ich hatte heute auch meinen großzügigen Tag und habe einem Bettler etwas gegeben – es war ihm wohl zu wenig. Ich hab ihm dann gesagt, wenn er das Geld nicht haben möchte, dann brauch er es nur zurückzugeben, aber das wollte er dann auch nicht. Auf dem Rückweg hat mich ein englischsprechendes Ehepaar mitgenommen, damit mich die Inder nicht noch vollens zu Gehörlosigkeit zulabern. Hat auch gut geklappt. Das letzte Stück bin ich dann alleine gegangen und ein kleines, nettes, hübsches Arschlochinderkind (AIK) hat mir einen Stein ans Auge geworfen. Er fand das wohl ziemlich lustig. Ich musste mich echt zusammenreissen, um ihm nicht eine voll reinzuhauen. Varanasi war mal ganz interessant zu sehen, aber zu Tempeln bin ich nicht merh gegangen. Irgendwann ist es auch genug. Da genieße ich doch noch lieber mein Hotelzimmer bis ich auschecken muss und dann werde ich noch die 3 Stunden mit dem niederlaendischen Oesterreich, der auch im Hotel war, irgendwie rumbringen. Mittagessen muss ich ja auch noch. Ich muss sagen an Varanasi hat mir am besten das Hotel gefallen. Von Freitag bis Sonntag bin ich in Kalkutta und Montagmorgen fliege ich dann zurück nach Frankfurt! Ich wünsche schonmal ein schönes Wochenende. Liebe Grüße, Rebekka May 07 Delhi & Agra Guten Morgen! Seit letzten Freitag bin ich in Delhi. Mein Hotel ist am "Main Bazaar", d.h. lauter Geschäfte und ganz indisch. Es ist aber zugleich auch die Gegend wo man die meisten Backpacker antrifft und deswegen relativ günstig. Am Freitag abend hatte ich einen Engländer in einem Restaurant getroffen und er hat mir ein paar Tipps zum "Sightseeing und Benutzung der Verkehersmittel" gegeben. Delhi hat eine super neue Metro. Das Metronetz ist noch nicht so groß, aber es wird feste am Ausbau gearbeitet. Hätte nicht geglaubt, dass Metrofahren in Delhi so einfach und ENTSPANNEND (!!!) ist. Am Ticketschalter war fast nie was los und gedrängelt wurde kaum. Die Metro ist komplett klimatisiert und alle Ansagen und Anzeigetafeln sind in Hindi und Englisch. Um in die Metrostation zu kommen, muss man erstmal durch den Security-Check. Metalldetektoren, Leibesvisitation und ein Blick in die Taschen. Also, wer in Delhi mal dem Rummel von der Straße entkommen will fährt einfach ein bisschen mit der Metro ;-) Am Samstag habe ich mir dann einen Rikshafahrer gemietet, der mich zu den Sehenswürdigkeiten gebracht hat, zu denen ich wollte. Hab ihm zu Beginn gleich mal klargemacht, dass er es überhaupt nicht wagen soll mich in die Nähe irgendwelcher Shops zu bringen, wo er dann Komission dafür bekommt. Hat auch super geklappt - er hat zwar versucht mich davon zu überzeugen, dass er freies Mittagessen in einem Kaufhaus bekommt und ich so lange ja shoppen gehen könnte. "Nothank you...und du fährst mich direkt in die Stadt und dann kannste schauen wo du essen gehst." Hat mit ihm dann auch sehr gut geklappt. Zuerst habe ich die Jama Masjid Moschee besichtigt - die größte Moschee in Indien und anschließend war ich am Red Fort. Dort habe ich ein Mädchen aus Schottland getroffen und wir sind ein wenig zusammen dort umhergelaufen und haben uns mal wie Touristen benommen. Dannach ging es weiter zu dem Lotus Tempel. Er sieht ein wenig aus wie die Oper in Sydney. Ultramodern und mal was ganz anderes im Vergleich zu den alten Gebäuden, die man sonst so als Tourist sieht. Zum Schluss habe ich mich am Connaught Place abssetzen lassen. Dort sieht es so aus wie in den meisten westlichen Städten. Ich wurde da auch von ein paar Indern angequatscht, die mit mir "Kaffetrinken" wollten, aber da hab ich auch mal klargemacht, dass ich nicht und nie interessiert sein werde. Ein wenig mulmig wurde mir dann doch zu Mute, als mir eine ganze Weile ein alter, dreckiger und ekliger Sack gefolgt ist. Habe ich angehalten, hat er es ein paar Meter weiter auch gemacht und mich "unauffällig" beobachtet. Es wurde mir dann echt zu blöd, weil ich nicht wollte, dass er sieht in welches Hotel ich gehe. Meine Wenigkeit hat den Spieß dann einfach umgedreht: hab mich demonstrativ neben ein paar anderen Leuten hingesetzt und ihn beobachet und dass hat wohl geholfen ihn zu vertreiben. Abends war ich dann in aller Ruhe im Dachbistro des Hotels essen und hab die Ruhe genossen. Sontags habe ich mich auf den Weg zu einem weiteren "moderneren bzw erst kürzlich erbauten" Tempel gemacht: dem Akshardam Tempel. Ja, wie ihr lesen könnt, bin ich sehr touristisch eingestellt :-) In diesem Tempel darf man auch nichts außer sichselbst, seiner Kleidung und Geld mit hinein nehmen. und da kommen wir auch schon zu meiner Tampon-Anekdode: hatte mir für den Fall der Fälle zwei Tampons in meine Hosentasche getan. An der Sicherheitskontrolle (es war keine Schlange) wurde ich mit einem Metalldetektor "gescannt" und ich wurde abgetastet. Die Frau fragte mich, was das ist was sie da fühlt und ich habe gesagt, dass es Tampons sind. "Ah, ok, no problem." Haha denkste...Keine 5 Meter weiter muss man sich demselben Sicherheitscheck unterwerfen. Innerhalb dieser 5 Meter läuft man alleine in einem eingezäunten Gang, man kann nichts von irgendwo oder irgendwem annehmen, etc. und am Ende trifft man auf eine weitere Sicherheitsbeamtin, die zuvor den ersten Check mitbekommen hat und einen beobachet wie man von Security-Checkpunkt 1 zu 2 kommt. Also gleiches Spiel von vorne: Metalldetektor, abtasten und diesmal musste ich die Tampons zeigen. Die Frau guckt mich völlig verstört an und fragt mich was das ist: ich habe ihr dann erklärt für was man es gebraucht und dann wollte sie, dass auch noch in die Hand nehmen und aufmachen. Ich hätte mich fast vor lachen weggeschmissen...hab's aber lieber gelassen, da man in Indien ja nie weiß. Letztendlich konnte ich sie überzeugen, dass es nix gefährliches ist und ich durfte rein. Hätte ich eine digitale Armbanduhr umgehabt, hätte ich weniger Probleme gehabt beim Sicherheitscheck - denn damit kommt man rein. Kleine Anmerkung: elektronische Gegenstände jeglicher Art sind im Tempel untersagt...jo, is klar. Inder halt. Anschließend bin ich noch beim India Gate und zum Verdeidigungsministerium, Parlament, etc. Das liegt alles sehr nahe zusammen und ich bin naürlich gelaufen. Am Ende war ich richtig fertig, es war der heißeste Tag in Delhi dieses Jahr, und ich habe mich entschieden in der Metro dann zu relaxen. Abends im Restaurant saß ich dann mit einer großen Gruppe zusammen und wir haben festgestellt, dass die Hälfte von uns für den nächsten Tag einen Tagestrip nach Agra geplant hat. Die anderen Jungs kamen aus den USA, Niederlande (einer von denen hat sogar in der "Nähe" von Dharmapuri ein Praktikum zur selben Zeit wie ich gemacht...und dann trifft man sich erst in Delhi), Irland und England. Am Montag stand dann nun Agra auf dem Programm. Ein Texaner, ein Ire und ich sind mit dem ersten Zug gefahren, Holland und New Jersey folgten mit dem zweiten eine Stunde später. Der erste Zug ist der etwas teurere mit Klimaanlage und Essen, das man von so lustig gekleideten Kellner an seinen Platz serviert bekommt. Der zweite ist nicht-klimatisiert uns man sitzt dem Inder neben sich beinahe auf dem Schoß.Ich hab den Tag somit mit den beiden Jungs aus meinem Zug verbracht, hatte abends aber ein Zugticket für den Zug wo auch der Holländer und der andere USA-ler mitfuhren (der günstigere). Wir haben den Tag am Taj Mahal begonnen. Es ist echt beeindruckend dieses Monument. Man kommt durch ein riesen Tor und sieht es vor sich und dann tritt man aus dem Tor heraus in den Park. Ist wirklich schön. Von der Nähe war der Taj Mahal gar nicht so beeindruckend. Im Inneren ist ein Mausoleum. In anderen Tempeln musste man immer ruhig sein, aber da drinnen war ein Geschrei, das glaubste gar nicht. Eine Schweizerin und ich hatten dann beschlossen, dass der Satz: Da drehste dich im Grabe um sehr passend ist. Bevor die große Menschenmasse kam sind wir dann schnellstens verschwunden und mit dem Taxi in eine andere 1 Stunde entfernte Stadt gefahren. Dort gab es einen alten Palast und eine Moschee, die nicht so groß wie die in Delhi ist, aber wesentlich schöner. Boah, also der Texaner und der Ire...die waren ja vor lauter begeisterung vom rumlaufen nicht abzuhalten. Ich fand's irgendwann langweilig und habe die indischen Händler geärgert *hihi* Zurück in Agra waren wir im Agra Fort, in die meisten Gebäude dort durfte man nicht rein, weil renoviert wurde. Ich wurde dann zum Bahnhof gebracht. Am Bahnhof habe ich dann den Holländer und Jack aus New Jersey, der nach zu viel Whiskey überall schlafen und schnarchen kann, getroffen. Auf der Zugfahrt haben wir noch ein Pärchen aus Belgien kennengelernt und sie mit in unser Hotel einquartiert. Zurück in Delhi haben wir uns alle im Hotel getroffen, um noch ein bisschen zusammen zu sitzen. Irgendwie trifft man in Delhi an fast jeder Straßenecke auf neue Leute, somit gab es in der Gruppe auch ein paar neue Gesichter. Zu Bett ging es dann um 4.30h morgens. Dementsprechend müde war ich auch, als mein Wecker ging, um mich daran zu erinnern, dass ich heute noch nach Varanasi fliegen werde. So weit aus Delhi: alles Gute! Berichterstattung aus Varanasi erfolgt am Donnerstag dann wohl. May 02 Palolem Beach und PanjimVon Mumbai aus, sind wir noch 2 Tage in die Pampa gefahren, um Höhlen anzuschauen und prompt wurden wir auf eine indische Hochzeit eingeladen. Die Inder können feiern....ich sag’s euch, nach zwei Stunden waren wir so platt, dass wir abgehauen sind und die wirkliche Trauungszeremonie hatte noch nicht mal begonnen. Aber wir konnten echt nicht mehr. Einen Eindruck haben wir bekommen und das reichte uns dann erst auch mal. Ich muss sagen: Den Strand haben wir uns richtig verdient. Hmmm ohhh, johhh, achhh, pfffff, scheeeee ....das waren die meist gesprochenen Worte am Strand. Mittwoch vor einer Woche sind wir in Palolem Beach (Goa) angekommen. Man kann gar nicht sagen, wie faul wir eigentlich waren. Den weitesten Weg, den wir zurückgelegt hatten, war zur Reinigung :-) Da die Hauptsaison schon vorbei ist, war es sehr leer und ruhig am Strand. Keine Partys, vereinzelt ein paar Inder, die einem etwas verkaufen wollen, obwohl man doch nur in der Sonne liegen und schlafen möchte......und natürlich eine kleine Menge Touris, die sich aber über den gesamten Strand verteilten. Wir hatten in einer der zahlreichen Hütten direkt am Strand übernachtet, war ganz ok für den Preis von 2,50 Euro pro Nacht / pro Person. Am Montag sind wir dann mit dem Taxi nach Panjim gefahren, wo wir die letzen Tage verbracht haben. Das war einst von Portugiesen besetzt und im portugisischen Viertel, ist nicht viel von Indien zu sehen...nur zu hören (das Gehupe). Groß etwas angeschaut haben wir nicht, irgendwie hat Goa uns sehr faul gemacht. Wir haben einmal eine „Spice-Farm" angeschaut. Hab auch ein paar Gewürze gekauft und bin gespannt, ob ich sie nicht doch bei dem deutschen Zoll lassen muss. Selbst zum Blogberichte schreiben kann ich mich kaum aufraffen. Die Tage am Strand waren wunderschön, ich bin auch wieder gesund und werde mich heute in meine letzten 9 Tage Indien stürzen und ab morgen Delhi unsicher machen. Bis dahin. Macht's gut, Bekki April 25 Mumbai & LonavlaUnser Praktikum ist ja vor einer Woche zu Ende gegangen. Am Mittwoch morgen (16.4) bin ich dann von Dharmapuri mit dem Zug nach Bangalore und am Nachmittag nach Mumbai geflogen. Die Hotelsuche war sehr anstrengend: Mumbai ist eine relativ teure Stadt. Die „günstigeren“ Zimmer sind meist sehr klein, dreckig und haben keine Fenster. Bad und Toilette gibt es dann nur auf dem Flur. Hatte mir ein paar solcher Hotels angeschaut, dann aber beschlossen, dass mein Hygienestandart sich nicht auf minus 100 schrauben lässt und bin letztendlich in einem Hotel, am größten Bahnhof Asiens gelandet. Zimmer sind zwar sehr klein, aber ich habe ein eigenes Badezimmer und sauber ist es auch. Teurer leider auch. Am Donnerstag habe ich mir Mumbai angeschaut. Ich habe es geschafft den richtigen Bus zu einer Moschee, die auf einer kleinen Insel im Wasser liegt, zu nehmen und bin auch heile und auf direktem Wege wieder zurückgekommen. Nachmittags bin ich an der Uni, am High Court und an Parks Richtug Meer spaziert und habe dort den Sonnenuntergang am Marine Drive angeschaut. Es war ziemlich voll, ist sehr beliebt auch bei den Einheimischen. Am Freitag war erstmal Ausschlafen angesagt. Mittags kam dann Sylvia (mit ihr werde ich die nächsten Tage reisen) an und wir sind noch ein wenig durch Mumbai geschlendert. Am Samstag waren wir dann auf der „Elephanta Island“. Man fährt mit dem Boot eine gute Stunde hin und kann sich dort dann die Höhlen anschauen. In die Steine wurden vor langer Zeit die Hindugötter gemeiselt. Ziemlich beeindruckend, wenn man sieht, wie genau das bis ins kleinste Detail gemacht wurde. Zurück im Hafen haben wir es uns nicht nehmen lassen ins Taj Mahal Palce & Tower zu gehen. Das ist ein verdammt teures Luxushotel. Es war überhaupt kein Problem in unseren schicken Outfits reinzukommen. In der Sea Lounge – mit Meerblick – haben wir etwas getrunken. Preislich waren die Getränke wie in Deutschland, für den Durchschnittsinder natürlich fast unbezahlbar. Zur Toilette kann man sich dort verlaufen. Auf besagter angekommen wurde ich von zwei Toilettenfrauen empfangen, die mir ein Klo zuwiesen. Beim Händewaschen wurde mir auch Hilfe geleistet: Wasser auf- und zugedreht, Seife in die Hände gesprüht und ein kleines Handtuch zum Händetrocknen gerreicht. Ich war ja fast enttäuscht, dass ich mir das Klopapier selbst abreißen musste und eigenhändig die Klospülung betätigen musste. Vielleicht gibt’s ja auf http://www.tajhotels.com/Palace/The%20Taj%20Mahal%20Palace%20&%20Tower,MUMBAI/default.htm ein paar Bilder und Eindruecke. Wir hatten uns nicht recht getraut Bilder von Innen zu machen. Aber es sah sehr schön aus. Mumbai gefällt mir bisher am besten. Ich hatte erwartet, dass es chaotischer und wesentlich voller als Bangalore ist, aber keine Spur. Gehupt wird hier zwar auch, aber im Vergleich zu Bangalore, Madurai oder Dharmapuri ist es nichts! Am Sonntag ging’s mit dem Zug nach Lonavla, wo wir Hoehlen angeschaut haben. Am Dienstag abend sind wir dann ueber Nacht nach Goa gefahren an den Strand. Bin seitdem ein wenig krank: Fieber, Erkaeltung, mal nen Tag Durchfall (dachte ich komme da ohen durch, wenn ich es schon 3 Monate so ausgehalten habe). Deswegen auch erst jetzt mein Eintrag ueber Mumbai, aber ich war einfach zu fertig, um in ein Internetcafe zu gehen. April 15 Kanyakumari und MaduraiEs ist vorbei.... Heute hatten wir unseren letzten Prakitkumstag, wobei man an sich sagen kann, dass wir seit 2 Wochen keine Therapie mehr geben, da zu Therapiezeit immer Spielen angesagt ist - fester Bestandteil des Tagesprogramms- und da ist es verstaendlich, dass die Kids ja lieber spielen wollen. Ausserdem rennen wir ihnen nicht mehr hinterher und den anderen Erwachsenen hier ist es ja auch egal, dass keiner mehr zu Therapie kommt. Deswegen haben wir mal wieder einen kleinen Trip gemacht: Am Donnerstag sind wir abends - ganz spontan, innerhab von 2 Stunden beschlossen - mit dem Bus nach Kanyakumari gefahren. Das dauerte die ganze Nacht, aber die Busfahrt war bis auf einen Bus ganz gut. In Kanyakumari angekommen haben wir uns erstmal ein Hotel gesucht und haben dann ein wenig Sightseeing betrieben. Viel gibt es dort allerdings nicht zu sehen. Kanyakumari liegt ganz im Sueden und ist von den 3 "Ozeanen" / Meeren umgeben. Man soll auch sehr schoen den Sonnenauf- und Untergang sehen koennen, doch da mussten wir leider passen. Von unserem Hotelzimmer haetten wir den Sonnenaufgang sehr schoen sehen koennen, wenn es nicht bewoelkt gewesen waere. Am Samstag morgen wollten wir dann nach Madurai weiter fahren. Das liegt ungefaher auf halber Strecke zwischen Kanyakumari und Dharmapuri. Uns wurde gesagt, dass jede Stunde ein Bus faehrt, aber dem war nicht so. Wir mussten also bis nachmittags halb drei warten. Scheinbar gibt es zur Zeit zu wenig Busfahrer und deswegen fahren ganz spontan nicht immer BUsse. Gut zu wissen. In Madurai sind wir spaet abends angekommen und wollten nur noch eines - schlafen ;-) Am naechsten morgen sind wir dann zu einem Hindu-Tempel. Wir durften selbstverstaendlich nicht ueberall hinein - No Hindus not allowed. So viel spannendes gab es jetzt auch nicht zu sehen und die Tuerme, die mit bunten Figuren bestueckt sind, werden zur Zeit rennoviert oder vor der Sonne geschuetzt oder was weiss ich auch immer, na jedenfalls waren die mit einem Palmengeruest verdeckt. Mehr haben wir an sich nicht gemacht, ausser dass Yvonne noch ein bisschen shoppen musste fuer die Lieben zu Hause. In diesem Zusammenhang hatte ich dann beim Juwelier auch einen Diamentenring anprobiert. Die Heimfahrt wollten wir auch ueber nacht machen. Leider sind wir zum falschen Busbahnhof gelotst worden und da fuhr kein Bus mehr Richtung Dharmapuri. Der Mann, der fuer Busauskuenfte zustaendig ist wollte uns auch nicht richtrig weiterhelfen. Letztendlich haben wir dann noch einen hilfsbereiten Busfahrer getroffen, der uns zum anderen Busbahnhof gebracht hat und dort in einen Linienbus reingesezt hat. In Indien gibt es auch verschiedenen Busse: Linienbusse - noch unbequemer wie in Deutschland und Reisebusse - bequemer wie in Deutschland und mit mehr Beinfreiheit. An sich sind wir immer fuer laengere Strecken mit den Reisebussen gefahren, aber in diese Nacht hatten wir keine andere Wahl und mussten die 6 Stunden fahrt nach Dharmapuri in einem Linienbus machen. Zu dritt in einer Reihe, Gepaeck zwischen den Fuessen und eine Inderin nebenmir, deren Kopf immer auf meine Schulter viel...das tut nach einer Weile richtig weh. Morgens in Dharmapuri angekommen ging es erstmal mit Waeschewaschen los. Mittlerweile habe ich fast fertig gepackt und ein Bahnticket nach Bangalore ist auch schon im meinem Besitz. Morgen frueh fahren Yvonne und ich zusammen nach Bangalore. Sie fliegt nachts nach Hause und ich werde einfach mal zum Flughafen fahren und mir ein Ticket nach Mumbai kaufen. Dort treffe ich am Freitag eine andere Deutsche und je nachdem wie wir uns verstehen reisen wir dann noch zusammen nach Goa. An sich wollte ich ja erst in die Berge, aber da sind auch wieder Zuege gecancelled und mir ist das ganze jetzt zu unsicher, wer weiss in welcher abgelegenen Gegend ich dann feststecken wuerde. Dann doch lieber Mumbai ;-) Macht's gut! Liebe Gruesse, Rebekka April 08 Noch 8 TageAuch mal wieder ein Lebenszeichen von mir!
In 8 Tagen ist unser Praktikum endlich zu Ende. Vor zwei Wochen hatten wir einen Streit mit Brother Louis. An sich wolten wir klären, dass die Zusammenarbeit mit den Lehrern hier einfach scheiße ist und die Kinder bei denen alles dürfen, z.B., ins Klassenzimmer kacken und pissen!!!!! Auch wenn es geistig behinderte Kinder waren, dann muss man dennoch versuchen ihnen zu erklären, dass das nicht einfach so geht. Und da gibt es sicher Wege und die Kindern würden es verstehen. Aber er wollte das gar nicht hören und hat dann lauter negative Sachen zu uns gesagt. Dass wir schlechte Menschen sind, dass wir nur mit den Kindern spielen und keine Therapie geben und und und. Er selbst hat uns noch nie zugeschaut, wenn wir die Kinder behandelt haben. Er verlässt sich darauf was die Kinder ihm erzählen. Außerdem würden wir kein Charity-Work machen und machen sowieso alles falsch. Aber was wir anders machen sollen, durften wir nicht erfragen und er hat es uns bis heute nicht gesagt. Dafür spioniert er ein wenig nach, wenn wir nach Dharmapuri gehen! War ziemlich lächerlich und wenn ihr hören würdet was für eine Meinung er über die Kinder hat (die sind geistig begindert, die kapieren sowieso gar nichts), dann frage ich mich, wieso er den Kindern helfen will..... An der Erziehung mangelt es dort auch ein wenig. Wir versuchen so gut es geht den Kindern was beizubringen, aber wie sollen sie kapieren was gut und was schlecht ist, wenn alle anderen Erwachsenen hier nie etwas sagen. Leider können die Kinder dafür nichts. Auch die anderen Kids sind immer nerviger. Sie sprechen uns ja mit Madame, Madame an. Man kann nirgends hingehen wo nicht mindestens einer Madame, Madame schreit. Aber wir haben uns da relativ schnell angewöhnt und reagieren nicht immer. Zur Zeit hören wir nur noch: Madame, Madame, chocolat! Oder: Madame, Madame, you buy all boys pen, chicken and ice cream! Aber wenn man damit einmal anfängt sind sie ja nicht ruhig, sondern wollen immer mehr. Wir haben jetzt das große Glück, dass seit ungefähr 3 Wochen fast alle Kinder den ganzen Tag hier in Mercy Home sind. Es ist nämlich Prüfungszeit und da fällt wohl die Schule aus und man hat frei zum lernen. Es wird auch immer wärmer und man ist körperlich ziemlich fertig. Wir werde jetzt die restlichen Tage noch kräftig Charity-Work machen, damit wir zu den Charity-Arbeiter des Monats gekühr werden. Stimmt also nur für uns ;-)
Nebenbei versuchen wir noch an unserer Bachelorarbeit zu schreiben, da aber meist abends der Strom weg ist, fällt das auch wieder flach.
Meine Route für die Rundreise ist jetzt so einigermaßen geplant. Muss jetzt noch schauen nach Zugverbindungen und Flügen, dann kann ich noch genauer planen.
So und zum Schluss noch ein paar Foto’s von diesen kleinen Biestern, manche sind ja wirklich ganz lieb!
Bis demnächst! Rebekka April 04 ich mal wieder Hallo zusammen, muss ich mal wieder einen neuen EIntrag machen und Bilder hochladen? Ja dann muesst ihr euch gedulden, hab dazu im Moment keien zeit. Bin gut mit Bachelorthese beschaeftigt und moechte Charity-Worker des Monats werden! Aber vielleicht schaffe ich es ja mal kommendes WE was zu schreiben. March 22 PuducherrySo, nun lass ich auch mal wieder was von mir hören. Hoffe es geht euch allen gut! Vor zwei Wochen waren haben wir ein verlängertes Wochenende in Puducherry verbracht. Wir sind dort mit dem Bus hingefahren. Das dauerte so um die 6h. Ab und zu macht der Bus Pause und dann kann man auf einer dieser tollen indischen Toiletten seine Blase entleeren. In Indien haben die meisten Busse DVD-Player, also wird dann ne DVD geschaut egal ob Film oder Musik- / Tanzclip. Und das in einer Lautstärke, da habe ich noch alles sehr gut durch meine Ohrstöpsel verstehen können. Nun zu Puducherry. Das ist eine Stadt an der Ostküste. Früher waren dort Franzosen, dementsprechend gibt es dort ein französisches und ein indisches Viertel. Das französische Viertel ist das kleinere, das direkt am Meer liegt. Dort ist es verdammt sauber und auch wesentlich ruhiger. Wir waren in diesem Viertel ein einem Gästehaus, das von einer Französin geleitet wird. Es war sehr nett dort. Zum Frühstück gab es Croissants und Baguette J. Pro Nacht war es zwar verdammt teuer, aber es herrscht dort eine freundliche Atmosphäre und die Zimmer sind sehr schön eingerichtet. Ganz individuell. Am ersten Tag sind wir ein wenig durch dieses Viertel gelaufen. Die wenigen Geschäfte dort waren sehr exklusiv, aber das ein oder andere konnte auch ich mir leisten. Die Restaurants und Bars haben auch mehr westliche Angebote gehabt und so haben wir Crepes, Pizza, Pasta gegessen. Und Cocktails gab’s auch. Am Sonntag sind wir dann in das indische Viertel gelaufen. Das ist wirklich ein Unterschied wie Tag und Nacht. Sobal man den Kanal, der die beiden Viertel trennt, überquert hat, merkt man auf welcher Seite das man ist. So viele Rikschas, Gehupe, Müll, ganz viele Leute, und, und, und. Aber auch dort gab es mehrer Einkaufszentren, die nicht nur für indische Verhältnisse, teuer Sachen hatten. Und was auch noch sehr schön an Puducherry ist: man kann fast überall hinlaufen. Endlich mal nicht den Kampf um eine Rikscha, die nicht überteuert ist. Abends sind wir dann noch ein wenig an der Promenade entlang gelaufe. In der Stadt selbst gab es keinen Sandstrand, man muss also schon etwas außerhalb fahren, um Baden zu gehen. Dies haben wir dann auch am Montag gemacht. Es war ein ganz normaler Sandstrand ohne Schatten und Liegestühle. Und das Meer war so schön warm und es gab richtig gute Wellen. Das mag ich ja besonders. Wir haben also mal so richtig relaxen können und mal wieder komplett auf indisches Essen verzichtet. Das haben wir hier ja genug. Leider hat und der Alltag hier auf Mercy Home wieder viel zu schnell eingeholt! Dann mal noch Frohe Ostern! March 09 HogenakkalSalut Ca va? Ich grüße euch heute aus Pondicherry. Wir sind hier für 3 Tage, um ein wenig Urlaub zu machen und da dachten wir, was passt besser als das Meer!?! Werde in ein paar Tagen auch von diesem Trip erzählen und Foto’s hochladen, aber jetzt erstmal zu einem unserer anderen Ausflüge...Richtig, wir sind in Ausflugslaune ;-)
Letzten Sonntag hat uns unser „Chef“ spontan überredet nach Hogenakkal-Waterfalls zu fahren. Gesagt, getan. Die Faht dorthin erfolgte in einem stinknormalen, klapprigen und ohne Türen ausgestattetem Linienbus und dauerte eine knappe Stunde. Auf der Hinfahrt gab es keine freien Sitzplätze, so musste Yvonne sich einen Sitz mit einem kleinen Jungen teilen und ich durfte neben dem Busfaher und über dem Motor Platz nehmen. Im wahrsten Sinne des Wortes hatte ich Feuer unter’m Hintern Dort angekommen haben wir uns gleich ein Boot „gemietet“. Das sind so halbe Riesennussschalen in denen die Touristen herumgefahren werden. Die Fahrt dauerte knappe 1 1/2h und am Ende hat unser Bootfaher noch einen riesen Fisch aus dem Wasser gezogen. Die Wasserfälle sind ein gern gesehenes Ausflugsziel für die Inder uns sehr beliebt. Es war also verdammt voll und überall indische Menschen. Familien mit ihren Kindern, Studenten, Arbeitskollegen alles erdenliche eben. Wir beide und der Russe, den wir dort getroffen haben (er arbeitet oder studiert in Bangalore und war mit Freunden dort) waren natürlich eine große Attaktion. Die 3 einzigen Weiß(s)en weit und breit. Also hieß es immer schön lächeln, Hände schütteln, winken und zum Foto bereitstehen. Das ist verdammt anstrengend und bei der Hitze wollte man dann auch mal seine Ruhe haben, aber das wollten die Inder nicht verstehen. Nach unserer Bootstour sind wir noch Essen gegangen und ich habe dort zum ersten Mal nur mit der rechten Hand gegessen, ok hin und wieder war auch die Linke im Spiel. In Indien ist es nämlich üblich mit der rechten Hand zu essen, da die Linke die schmutzige Hand ist. Sie gebraucht der Inder zum Abwischen seines Allerwertesten nach dem Toilettengang. Wir benutzen hier aber Klopapier!!!
Am späten Nachmittag waren wir dann wieder zurück in Dharmapuri und einfach nur voll erledigt. Ich bin dann noch schnell in ein Internetcafe und auf dem Wege dorthin war eine riesen Menschenmasse und ganz viel Polizei. Ich dachte mir, dass haben die wegen mir gemacht und wollte schon meine Autogrammkarten zücken, bis mich ein paar Inder aufgeklärt hatten: der bekannteste Schauspieler Indiens sollte kommen. Und wie dich mich angeschaut haben, als ich mit dem Namen nichts anfangen konnte. Musste dann erstmal erklären, dass wir nur wenig indischen Filme in Deutschland haben und ich sie selbst nicht gesehen habe. Bevor sie dazu kame mich zu lynchen, bin ich einfach schnell abgehauen. Weise Entscheidung wie ich ja finde.
Morgen geht es zum Macht’s gut und bis bald! February 21 Wochenende in BangaloreVergangenes Wochenende haben wir uns ein paar Tage freigenommen und sind nach Bangalore gefahren. Das ist die Hauptstadt von dem Nachbarstaat und sie hat ziemlich westliche Zügen. Bangalore ist eine Stadt mit vielen Seiten. Schöne Häuser wechseln sich ab mit Heruntergekommen. Ebenso sind manche Ecken völlig zugemüllt und andere wiederum nicht. Uns wurde auch ein Einkaufszentrum empfohlen und als wir dorthin liefen, dachten wir erst so, dass es vielleicht besser ist wieder umzukehren. Links und rechts Müll, Dreck und heruntergekommene Gebäude und mittendrin ein hochmoderndes und mit Sicherheitsleuten versehenes Einkaufszentrum. Zwei Meter weiter standen aber schon wieder irgendwelche Frauen und bettelten. Auch aus dem Zug konnte man sehen, dass direkt neben schicken willen ein ganzes Viertel voller Zelte war, wo die Menschen zwischen Kühen und Müll leben. Da fragt man sich wirklich wieso einer so eine Villa neben so einem „Zeltplatz“ hinbaut.
4 Tage in einem schönen Hotel, endlich warmes Wasser und zum Essen haben wir uns mal Pizza Hut, eine nettes mediterranes Restaurant und das Hard Rock Café gegönnt. In Dharmapuri wird zwar für uns gekocht, aber es ist immer dasselbe: Reis, Chapatti (Art Fladenbrot), Ei und eine Soße mit Gemüse, dass ich nicht vollständig erkennen kann. Und die Inder finden das Abwechslungsreich - na dann, Prost Mahlzeit!
In Bangalore waren wir bei APD, das ist eine Einrichtung, die u.a. Gehstützen, Rollstühle, Orthesen verkauft bzw. Herstellt. Dort haben wir dann auch ein paar Sachen gekauft, die wir hier benötigen. Einen großteil der Zeit hatten wir leider damit verbracht, um auf meinen Laptop zu warten. Ich wollte eigentlich nur nachschauen lassen warum der Sound nicht mehr funktioniert und als scheinbar das Problem gefunden wurde und man mir einen sounddriver installieren wollte, funktionierte gar nichts mehr. Ich habe dann den Laptop mit den Worten...“it’s broken“ zurückbekommen und das war es dann auch. Wir sind dann in ein Viertel gefahren, wo es fast nur Computer- & Zubehör zu kaufen gibt. Da unser Rikschafahrer nicht gleich die richtige Adresse gefunden hat (obwohl er uns versicherte, dass er weiß wohin wir müssen) und wir eine gute halbe Stunde herumirrten, wollte er am Ende mehr Geld (er nahm den vereinbarten Fahrpreis nicht von mir an) – man muss dazu sagen, dass man als Ausländer dort ziemlich krass ausgenutzt wird. Ein Inder würde ein drittel oder noch weniger des Fahrpreises zahlen. Also hat er sich erstmal mit dem Mitarbeiter des PC-Ladens und mir angelegt, worauf er rausgeworfen wurde...und ich auch. Ich hatte ihn dann soweit, dass er in seine Rikscha einstieg, mein Geld annahm. Dann bin ich gegangen. Man hörte ihn noch schimpfen und Fluchen, doch nach einer Weile gab er auf und fuhr davon. Mein Laptop wurde dort behalten und ich sollte mich am Sonntagnachmittag glücklich schätzen ihn überhaupt wieder bekommen zu haben. Immer hieß es, noch ne halbe Stunde. Daraus wurde dann mehr als ein Tag. Bezahlen musste ich natürlich, aber das System wurde nur halb installiert – ich konnte also nichts damit anfangen. (Anmerkung: Jetzt funktioniert alles, bis auf den Sound, wieder...da ich es in Dharmapuri nochmal alles neu installieren lies, Vielen Dank an Sriram). Und so viel zum Thema: Bangalore ist eine IT-Stadt. Dennoch war es ein angenehmes und mal kinderloses Wochenende. Wir hatten uns jeden Tag uns aufs Neue vorgenommen abends auszugehen, aber wir waren dann so kaputt, dass wir nur zweimal im Hotel an der Bar waren und uns dort mit den Angestellten unterhalten haben. Unser Hotel war an sich gut. Der Roomservice klappte zwar nicht auf Anhieb, aber man hat letztendlich immer das bekommen was man bestellt hat. Die Leute waren dort auch sehr freundlich. Immer wurden man gefragt wie es einem geht, ob wie einen schönen Tag hatten, ob es Probleme gab und und und. Außerdem wurde uns gesagt, wenn wir irgendwelche Probleme haben, dann können wir jeder Zeit anrufen und dann kommt jemand und hilft uns....aber die Sache mit dem Rikschafahrer habe ich dann lieber selbst gelöst. Am letzten Abend waren wir dann noch in einer Bar / Lounge. Sie ist im 13. Stockwerk und man kann sowohl drinnen als draußen sitzen, wobei man schön der Reihe nach nach draußen darf. Alles super organisiert. Man hatte einen schönen Blick über die Stadt und irgendwo am Horizont war noch ein Feuerwerk zu sehen. Der einzige Nachteil dieser netten Bar: sie hören Modern Talking!!! February 03 Mercy HomeHier auf Mercy Home gibt es ca. 80 Kinder, wovon aber nicht alle Therapie bekommen.
Desweiteren wohnen hier noch ein paar Frauen, die die Kinder betreuen. Sie sprechen kein Englisch, kommen aber immer zu uns und möchten Medikamente, weil sie Kopfweh, etc. haben. Auch die Kinder sind sehr wehleidig und kommen sofort wenn sie sich nur die Nagelhaut etwas eingerissen haben und möchten behandelt werden. Der Grund dafür könnte sein, dass der Physiotherapeut, der zuvor hier war, immer sofort zu Medikamenten griff und sich als Arzt aufführte. Die Kinder und Frauen sind es nun nicht anders gewöhnt und verstehen nicht wieso wir nicht einfach so Medikamente verteilen.
Brother Louis, der Leiter von Mercy Home, ist ein ganz gemütlicher Typ. Er bekommt nicht wirklich mit was genau wir machen (also physiotherapeutisch gesehen) und nicht alle Info's über Kinder, die er uns gibt stimmen. Er spricht auch nicht viel, man muss schon das Gespräch anfangen.
Man ist also so ziemlich auf sich alleine gestellt. Deswegen ist es hier einfach unmöglich alleine Praktikum zu machen.Weit und breit gibt es nur Inder (die auch keine große Hilfe sind) und um in "touristisches" Gebiet zu kommen, wo man sich mal mit anderen Leuten austauschen kann, muss man schon mindestens 4h mit dem Zug fahren. Das ist nicht mal eben so zu machen.
Die Verständigung mit den Kindern während der Therapie ist zum Teil sehr schwer, da manche Kinder kein Englisch sprechen und man nie genau weiß was der einheimische Physiotherapeut wirklich übersetzt (bittet man ihn, etwas zu übersetzten dauert dies ziemlich lang und er sagt dann auch nie genau was die Antwort des Kindes war). Das ist ziemlich kontraproduktiv.Auch ist er sonst nicht wirklich eine große Hilfe. Er kann sich zwar mit den Kindern verständigen, aber eines behandelt hat er noch nicht. Meist hält er sich im Raum mit den Trainingsgeräten auf und erklärt den Kindern wie sie die Übungen auszuführen haben. Mit meinem Wissen was ich in den letzen 3,5 jahren gelernt habe, kann ich nur sagen, dass er vom Fach wenig bis keine Ahnung hat. Wir würden gerne mal eine Physiotherapieschule besuchen, um einen Einblick in die Ausbildungsstruktur zu erhalten. Vielleicht haben wir dann mehr Verständnis für ihn ;-) January 31 IndienHallo ihr Lieben!
Jetzt bin ich schon eine Woche in Indien, die Zeit ging schnell vorbei. Seit dem Wochenende sind wir auf Mercy Home. Dort werden wir für die nächsten 3 Monate wohnen. Es ist alles noch sehr gewöhnungsbedürftig. Man muss sich einfach eine ganze Weile Zeit geben, um sich hier einigermaßen wohl zu fühlen. Am besten ist Ablenkung und nicht immer an zu Hause denken. Aber das geht jedem Praktikanten hier so. Unser Haus ist riesig, aber ziemlich heruntergekommen. Deswegen kann man 2 Räume gar nicht nutzen (gut, so viel Platz brauchen wir jetzt ja auch wieder nicht). Dafür haben wir eine Dachterrasse mit einem Dach aus Palmzweigen. Da liegt es sich wunderschön. Ja was kann man über Indien erzählen: viele Leute, verdammt viel Verkehr, Hupen was das Zeug hält, Müll liegt überall herum. Vom Gestank her geht es sehr gut. Ab und zu ist es echt widerlich, wenn man z.B. an einem Abwasserkanal vorbeikommt. Aber die Abgase der Autos sind auch nicht zu unterschätzen.
Zu Beginn unserer Reise waren wir 3 Tage in Bangalore. Gesehen haben wir davon allerdings nicht viel, da es doch sehr groß und für uns bisher sehr undurchsichtig war. Auch mussten wir uns erstmal an das indische Treiben auf den Straßen gewöhnen. Aber wir werden sicher ab und zu dorthin fahren, da es in Bangalore gute Geschäfte gibt, die Hilfsmittel für die Kinder machen.
Seit heute sind wir alleine mit den Kindern. Steffi & Johannes, die vor uns hier waren sind mit dem Praktikum fertig. Zu Anfang ist hier nicht alles so einfach. Die Kommunikation mit den, meist nicht englisch sprechenden Kindern, ist ziemlich anstrengend. Die Kinder kennen uns nicht, wir können uns ihre Namen noch nicht merken, was genau jeder einzelne hat & wie die Behandlung aussieht. Aber ich denke, dass gibt sich auch mit der Zeit. Man muss dennoch versuchen Vertrauen zu den Kindern zu finden, schließlich müssen sie sich auch an neue Therapeuten und Mädchen
Das Wetter ist hier herrlich, Tagsüber angenehm warm, nachts ausreichend kühl. Leider wird das wohl nicht lange so bleiben, denn hier wird es ja auch bald Sommer.
So, das war es mal von mir, würde mich freuen wenn ich auch etwas von euch hören würde. Hier kann man nämlich sehr schnell vereinsamen…vor allem, wenn man evtl. alleine das Praktikum zu Ende machen muss. Also wer Lust hat zu kommen, darf das gerne tun.
Viele Grüße, Rebekka |
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