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    April 15

    Kanyakumari und Madurai

    Es ist vorbei....

    Heute hatten wir unseren letzten Prakitkumstag, wobei man an sich sagen kann, dass wir seit 2 Wochen keine Therapie mehr geben, da zu Therapiezeit immer Spielen angesagt ist - fester Bestandteil des Tagesprogramms- und da ist es verstaendlich, dass die Kids ja lieber spielen wollen. Ausserdem rennen wir ihnen nicht mehr hinterher und den anderen Erwachsenen hier ist es ja auch egal, dass keiner mehr zu Therapie kommt.

    Deswegen haben wir mal wieder einen kleinen Trip gemacht:

    Am Donnerstag sind wir abends - ganz spontan, innerhab von 2 Stunden beschlossen - mit dem Bus nach Kanyakumari gefahren. Das dauerte die ganze Nacht, aber die Busfahrt war bis auf einen Bus ganz gut. In Kanyakumari angekommen haben wir uns erstmal ein Hotel gesucht und haben dann ein wenig Sightseeing betrieben. Viel gibt es dort allerdings nicht zu sehen. Kanyakumari liegt ganz im Sueden und ist von den 3 "Ozeanen" / Meeren umgeben. Man soll auch sehr schoen den Sonnenauf- und Untergang sehen koennen, doch da mussten wir leider passen. Von unserem Hotelzimmer haetten wir den Sonnenaufgang sehr schoen sehen koennen, wenn es nicht bewoelkt gewesen waere.

    Am Samstag morgen wollten wir dann nach Madurai weiter fahren. Das liegt ungefaher auf halber Strecke zwischen Kanyakumari und Dharmapuri. Uns wurde gesagt, dass jede Stunde ein Bus faehrt, aber dem war nicht so. Wir mussten also bis nachmittags halb drei warten. Scheinbar gibt es zur Zeit zu wenig Busfahrer und deswegen fahren ganz spontan nicht immer BUsse. Gut zu wissen.

    In Madurai sind wir spaet abends angekommen und wollten nur noch eines - schlafen ;-)

    Am naechsten morgen sind wir dann zu einem Hindu-Tempel. Wir durften selbstverstaendlich nicht ueberall hinein - No Hindus not allowed. So viel spannendes gab es jetzt auch nicht zu sehen und die Tuerme, die mit bunten Figuren bestueckt sind, werden zur Zeit rennoviert oder vor der Sonne geschuetzt oder was weiss ich auch immer, na jedenfalls waren die mit einem Palmengeruest verdeckt.

    Mehr haben wir an sich nicht gemacht, ausser dass Yvonne noch ein bisschen shoppen musste fuer die Lieben zu Hause. In diesem Zusammenhang hatte ich dann beim Juwelier auch einen Diamentenring anprobiert.

    Die Heimfahrt wollten wir auch ueber nacht machen. Leider sind wir zum falschen Busbahnhof gelotst worden und da fuhr kein Bus mehr Richtung Dharmapuri. Der Mann, der fuer Busauskuenfte zustaendig ist wollte uns auch nicht richtrig weiterhelfen. Letztendlich haben wir dann noch einen hilfsbereiten Busfahrer getroffen, der uns zum anderen Busbahnhof gebracht hat und dort in einen Linienbus reingesezt hat. In Indien gibt es auch verschiedenen Busse: Linienbusse - noch unbequemer wie in Deutschland und Reisebusse - bequemer wie in Deutschland und mit mehr Beinfreiheit. An sich sind wir immer fuer laengere Strecken mit den Reisebussen gefahren, aber in diese Nacht hatten wir keine andere Wahl und mussten die 6 Stunden fahrt nach Dharmapuri in einem Linienbus machen. Zu dritt in einer Reihe, Gepaeck zwischen den Fuessen und eine Inderin nebenmir, deren Kopf immer auf meine Schulter viel...das tut nach einer Weile richtig weh. Morgens in Dharmapuri angekommen ging es erstmal mit Waeschewaschen los. Mittlerweile habe ich fast fertig gepackt und ein Bahnticket nach Bangalore ist auch schon im meinem Besitz.

    Morgen frueh fahren Yvonne und ich zusammen nach Bangalore. Sie fliegt nachts nach Hause und ich werde einfach mal zum Flughafen fahren und mir ein Ticket nach Mumbai kaufen. Dort treffe ich am Freitag eine andere Deutsche und je nachdem wie wir uns verstehen reisen wir dann noch zusammen nach Goa. An sich wollte ich ja erst in die Berge, aber da sind auch wieder Zuege gecancelled und mir ist das ganze jetzt zu unsicher, wer weiss in welcher abgelegenen Gegend ich dann feststecken wuerde. Dann doch lieber Mumbai ;-)

    Macht's gut!

    Liebe Gruesse, Rebekka

    April 08

    Noch 8 Tage

    Auch mal wieder ein Lebenszeichen von mir!

     

    In 8 Tagen ist unser Praktikum endlich zu Ende. Vor zwei Wochen hatten wir einen Streit mit Brother Louis. An sich wolten wir klären, dass die Zusammenarbeit mit den Lehrern hier einfach scheiße ist und die Kinder bei denen alles dürfen, z.B., ins Klassenzimmer kacken und pissen!!!!! Auch wenn es geistig behinderte Kinder waren, dann muss man dennoch versuchen ihnen zu erklären, dass das nicht einfach so geht. Und da gibt es sicher Wege und die Kindern würden es verstehen.

    Aber er wollte das gar nicht hören und hat dann lauter negative Sachen zu uns gesagt. Dass wir schlechte Menschen sind, dass wir nur mit den Kindern spielen und keine Therapie geben und und und. Er selbst hat uns noch nie zugeschaut, wenn wir die Kinder behandelt haben. Er verlässt sich darauf was die Kinder ihm erzählen. Außerdem würden wir kein Charity-Work machen und machen sowieso alles falsch. Aber was wir anders machen sollen, durften wir nicht erfragen und er hat es uns bis heute nicht gesagt. Dafür spioniert er ein wenig nach, wenn wir nach Dharmapuri gehen! 

    War ziemlich lächerlich und wenn ihr hören würdet was für eine Meinung er über die Kinder hat (die sind geistig begindert, die kapieren sowieso gar nichts), dann frage ich mich, wieso er den Kindern helfen will.....

    An der Erziehung mangelt es dort auch ein wenig. Wir versuchen so gut es geht den Kindern was beizubringen, aber wie sollen sie kapieren was gut und was schlecht ist, wenn alle anderen Erwachsenen hier nie etwas sagen. Leider können die Kinder dafür nichts.

    Auch die anderen Kids sind immer nerviger. Sie sprechen uns ja mit Madame, Madame an. Man kann nirgends hingehen wo nicht mindestens einer Madame, Madame schreit. Aber wir haben uns da relativ schnell angewöhnt und reagieren nicht immer.

    Zur Zeit hören wir nur noch: Madame, Madame, chocolat! Oder: Madame, Madame, you buy all boys pen, chicken and ice cream! Aber wenn man damit einmal anfängt sind sie ja nicht ruhig, sondern wollen immer mehr. Wir haben jetzt das große Glück, dass seit ungefähr 3 Wochen fast alle Kinder den ganzen Tag hier in Mercy Home sind. Es ist nämlich Prüfungszeit und da fällt wohl die Schule aus und man hat frei zum lernen.

    Es wird auch immer wärmer und man ist körperlich ziemlich fertig.

    Wir werde jetzt die restlichen Tage noch kräftig Charity-Work machen, damit wir zu den Charity-Arbeiter des Monats gekühr werden. Stimmt also nur für uns ;-)

     

    Nebenbei versuchen wir noch an unserer Bachelorarbeit zu schreiben, da aber meist abends der Strom weg ist, fällt das auch wieder flach.

     

    Meine Route für die Rundreise ist jetzt so einigermaßen geplant. Muss jetzt noch schauen nach Zugverbindungen und Flügen, dann kann ich noch genauer planen.

     

    So und zum Schluss noch ein paar Foto’s von diesen kleinen Biestern, manche sind ja wirklich ganz lieb!

     

    Bis demnächst!

    Rebekka

    April 04

    ich mal wieder

    Hallo zusammen,
    muss ich mal wieder einen neuen EIntrag machen und Bilder hochladen? Ja dann muesst ihr euch gedulden, hab dazu im Moment keien zeit. Bin gut mit Bachelorthese beschaeftigt und moechte Charity-Worker des Monats werden!
    Aber vielleicht schaffe ich es ja mal kommendes WE was zu schreiben.
    March 22

    Puducherry

    So, nun lass ich auch mal wieder was von mir hören. Hoffe es geht euch allen gut!

    Vor zwei Wochen waren haben wir ein verlängertes Wochenende in Puducherry verbracht. Wir sind dort mit dem Bus hingefahren. Das dauerte so um die 6h. Ab und zu macht der Bus Pause und dann kann man auf einer dieser tollen indischen Toiletten seine Blase entleeren. In Indien haben die meisten Busse DVD-Player, also wird dann ne DVD geschaut egal ob Film oder Musik- / Tanzclip. Und das in einer Lautstärke, da habe ich noch alles sehr gut durch meine Ohrstöpsel verstehen können.

    Nun zu Puducherry.

    Das ist eine Stadt an der Ostküste. Früher waren dort Franzosen, dementsprechend gibt es dort ein französisches und ein indisches Viertel.

    Das französische Viertel ist das kleinere, das direkt am Meer liegt. Dort ist es verdammt sauber und auch wesentlich ruhiger. Wir waren in diesem Viertel ein einem Gästehaus, das von einer Französin geleitet wird. Es war sehr nett dort. Zum Frühstück gab es Croissants und Baguette J. Pro Nacht war es zwar verdammt teuer, aber es herrscht dort eine freundliche Atmosphäre und die Zimmer sind sehr schön eingerichtet. Ganz individuell. Am ersten Tag sind wir ein wenig durch dieses Viertel gelaufen. Die wenigen Geschäfte dort waren sehr exklusiv, aber das ein oder andere konnte auch ich mir leisten.

    Die Restaurants und Bars haben auch mehr westliche Angebote gehabt und so haben wir Crepes, Pizza, Pasta gegessen. Und Cocktails gab’s auch.

    Am Sonntag sind wir dann in das indische Viertel gelaufen. Das ist wirklich ein Unterschied wie Tag und Nacht. Sobal man den Kanal, der die beiden Viertel trennt, überquert hat, merkt man auf welcher Seite das man ist. So viele Rikschas, Gehupe, Müll, ganz viele Leute, und, und, und. Aber auch dort gab es mehrer Einkaufszentren, die nicht nur für indische Verhältnisse, teuer Sachen hatten.

    Und was auch noch sehr schön an Puducherry ist: man kann fast überall hinlaufen. Endlich mal nicht den Kampf um eine Rikscha, die nicht überteuert ist.

    Abends sind wir dann noch ein wenig an der Promenade entlang gelaufe. In der Stadt selbst gab es keinen Sandstrand, man muss also schon etwas außerhalb fahren, um Baden zu gehen.

    Dies haben wir dann auch am Montag gemacht. Es war ein ganz normaler Sandstrand ohne Schatten und Liegestühle. Und das Meer war so schön warm und es gab richtig gute Wellen. Das mag ich ja besonders.

    Wir haben also mal so richtig relaxen können und mal wieder komplett auf indisches Essen verzichtet. Das haben wir hier ja genug.

    Leider hat und der Alltag hier auf Mercy Home wieder viel zu schnell eingeholt!

    Dann mal noch Frohe Ostern!

    March 09

    Hogenakkal

    Salut Ca va?

    Ich grüße euch heute aus Pondicherry. Wir sind hier für 3 Tage, um ein wenig Urlaub zu machen und da dachten wir, was passt besser als das Meer!?! Werde in ein paar Tagen auch von diesem Trip erzählen und Foto’s hochladen, aber jetzt erstmal zu einem unserer anderen Ausflüge...Richtig, wir sind in Ausflugslaune ;-)

     

    Letzten Sonntag hat uns unser „Chef“ spontan überredet nach Hogenakkal-Waterfalls zu fahren. Gesagt, getan. Die Faht dorthin erfolgte in einem stinknormalen, klapprigen und ohne Türen ausgestattetem Linienbus und dauerte eine knappe Stunde. Auf der Hinfahrt gab es keine freien Sitzplätze, so musste Yvonne sich einen Sitz mit einem kleinen Jungen teilen und ich durfte neben dem Busfaher und über dem Motor Platz nehmen. Im wahrsten Sinne des Wortes hatte ich Feuer unter’m Hintern Cooles Smiley

    Dort angekommen haben wir uns gleich ein Boot „gemietet“. Das sind so halbe Riesennussschalen in denen die Touristen herumgefahren werden. Die Fahrt dauerte knappe 1 1/2h und am Ende hat unser Bootfaher noch einen riesen Fisch aus dem Wasser gezogen.

    Die Wasserfälle sind ein gern gesehenes Ausflugsziel für die Inder uns sehr beliebt. Es war also verdammt voll und überall indische Menschen. Familien mit ihren Kindern, Studenten, Arbeitskollegen alles erdenliche eben. Wir beide und der Russe, den wir dort getroffen haben (er arbeitet oder studiert in Bangalore und war mit Freunden dort) waren natürlich eine große Attaktion. Die 3 einzigen Weiß(s)en weit und breit. Also hieß es immer schön lächeln, Hände schütteln, winken und zum Foto bereitstehen. Das ist verdammt anstrengend und bei der Hitze wollte man dann auch mal seine Ruhe haben, aber das wollten die Inder nicht verstehen.

    Nach unserer Bootstour sind wir noch Essen gegangen und ich habe dort zum ersten Mal nur mit der rechten Hand gegessen, ok hin und wieder war auch die Linke im Spiel. In Indien ist es nämlich üblich mit der rechten Hand zu essen, da die Linke die schmutzige Hand ist. Sie gebraucht der Inder zum Abwischen seines Allerwertesten nach dem Toilettengang. Wir benutzen hier aber Klopapier!!!

     

    Am späten Nachmittag waren wir dann wieder zurück in Dharmapuri und einfach nur voll erledigt. Ich bin dann noch schnell in ein Internetcafe und auf dem Wege dorthin war eine riesen Menschenmasse und ganz viel Polizei. Ich dachte mir, dass haben die wegen mir gemacht und wollte schon meine Autogrammkarten zücken, bis mich ein paar Inder aufgeklärt hatten: der bekannteste Schauspieler Indiens sollte kommen. Und wie dich mich angeschaut haben, als ich mit dem Namen nichts anfangen konnte. Musste dann erstmal erklären, dass wir nur wenig indischen Filme in Deutschland haben und ich sie selbst nicht gesehen habe. Bevor sie dazu kame mich zu lynchen, bin ich einfach schnell abgehauen. Weise Entscheidung wie ich ja finde.

     

    Morgen geht es zum Insel mit Palmen. Jetzt erstmal noch ans Meer, um etwas zu trinken Party-Smiley.

    Macht’s gut und bis bald!

    February 21

    Wochenende in Bangalore

    Vergangenes Wochenende haben wir uns ein paar Tage freigenommen und sind nach Bangalore gefahren. Das ist die Hauptstadt von dem Nachbarstaat und sie hat ziemlich westliche Zügen.

    Bangalore ist eine Stadt mit vielen Seiten. Schöne Häuser wechseln sich ab mit Heruntergekommen. Ebenso sind manche Ecken völlig zugemüllt und andere wiederum nicht. Uns wurde auch ein Einkaufszentrum empfohlen und als wir dorthin liefen, dachten wir erst so, dass es vielleicht besser ist wieder umzukehren. Links und rechts Müll, Dreck und heruntergekommene Gebäude und mittendrin ein hochmoderndes und mit Sicherheitsleuten versehenes Einkaufszentrum. Zwei Meter weiter standen aber schon wieder irgendwelche Frauen und bettelten. Auch aus dem Zug konnte man sehen, dass direkt neben schicken willen ein ganzes Viertel voller Zelte war, wo die Menschen zwischen Kühen und Müll leben. Da fragt man sich wirklich wieso einer so eine Villa neben so einem „Zeltplatz“ hinbaut.

     

    4 Tage in einem schönen Hotel, endlich warmes Wasser und zum Essen haben wir uns mal Pizza Hut, eine nettes mediterranes Restaurant und das Hard Rock Café gegönnt. In Dharmapuri wird zwar für uns gekocht, aber es ist immer dasselbe: Reis, Chapatti (Art Fladenbrot), Ei und eine Soße mit Gemüse, dass ich nicht vollständig erkennen kann. Und die Inder finden das Abwechslungsreich -  na dann, Prost Mahlzeit!

     

    In Bangalore waren wir bei APD, das ist eine Einrichtung, die u.a. Gehstützen, Rollstühle, Orthesen verkauft bzw. Herstellt. Dort haben wir dann auch ein paar Sachen gekauft, die wir hier benötigen.

    Einen großteil der Zeit hatten wir leider damit verbracht, um auf meinen Laptop zu warten. Ich wollte eigentlich nur nachschauen lassen warum der Sound nicht mehr funktioniert und als scheinbar das Problem gefunden wurde und man mir einen sounddriver installieren wollte, funktionierte gar nichts mehr. Ich habe dann den Laptop mit den Worten...“it’s broken“ zurückbekommen und das war es dann auch. Wir sind dann in ein Viertel gefahren, wo es fast nur Computer- & Zubehör zu kaufen gibt. Da unser Rikschafahrer nicht gleich die richtige Adresse gefunden hat (obwohl er uns versicherte, dass er weiß wohin wir müssen) und wir eine gute halbe Stunde herumirrten, wollte er am Ende mehr Geld (er nahm den vereinbarten Fahrpreis nicht von mir an) – man muss dazu sagen, dass man als Ausländer dort ziemlich krass ausgenutzt wird. Ein Inder würde ein drittel oder noch weniger des Fahrpreises zahlen. Also hat er sich erstmal mit dem Mitarbeiter des PC-Ladens und mir angelegt, worauf er rausgeworfen wurde...und ich auch. Ich hatte ihn dann soweit, dass er in seine Rikscha einstieg, mein Geld annahm. Dann bin ich gegangen. Man hörte ihn noch schimpfen und Fluchen, doch nach einer Weile gab er auf und fuhr davon. Mein Laptop wurde dort behalten und ich sollte mich am Sonntagnachmittag glücklich schätzen ihn überhaupt wieder bekommen zu haben. Immer hieß es, noch ne halbe Stunde. Daraus wurde dann mehr als ein Tag. Bezahlen musste ich natürlich, aber das System wurde nur halb installiert – ich konnte also nichts damit anfangen. (Anmerkung: Jetzt funktioniert alles, bis auf den Sound, wieder...da ich es in Dharmapuri nochmal alles neu installieren lies, Vielen Dank an Sriram). Und so viel zum Thema: Bangalore ist eine IT-Stadt.

    Dennoch war es ein angenehmes und mal kinderloses Wochenende.

    Wir hatten uns jeden Tag uns aufs Neue vorgenommen abends auszugehen, aber wir waren dann so kaputt, dass wir nur zweimal im Hotel an der Bar waren und uns dort mit den Angestellten unterhalten haben. Unser Hotel war an sich gut. Der Roomservice klappte zwar nicht auf Anhieb, aber man hat letztendlich immer das bekommen was man bestellt hat. Die Leute waren dort auch sehr freundlich. Immer wurden man gefragt wie es einem geht, ob wie einen schönen Tag hatten, ob es Probleme gab und und und. Außerdem wurde uns gesagt, wenn wir irgendwelche Probleme haben, dann können wir jeder Zeit anrufen und dann kommt jemand und hilft uns....aber die Sache mit dem Rikschafahrer habe ich dann lieber selbst gelöst.

    Am letzten Abend waren wir dann noch in einer Bar / Lounge. Sie ist im 13. Stockwerk und man kann sowohl drinnen als draußen sitzen, wobei man schön der Reihe nach nach draußen darf. Alles super organisiert. Man hatte einen schönen Blick über die Stadt und irgendwo am Horizont war noch ein Feuerwerk zu sehen. Der einzige Nachteil dieser netten Bar: sie hören Modern Talking!!! Party-SmileyMit den Klängen zu  „Cherry, cherry Lady“ in euren Köpfen verabschiede ich mich und gehe duschen.

    February 03

    Mercy Home

    Hier auf Mercy Home gibt es ca. 80 Kinder, wovon aber nicht alle Therapie bekommen.

     

    Desweiteren wohnen hier noch ein paar Frauen, die die Kinder betreuen. Sie sprechen kein Englisch, kommen aber immer zu uns und möchten Medikamente, weil sie Kopfweh, etc. haben. Auch die Kinder sind sehr wehleidig und kommen sofort wenn sie sich nur die Nagelhaut etwas eingerissen haben und möchten behandelt werden. Der Grund dafür könnte sein, dass der Physiotherapeut, der zuvor hier war, immer sofort zu Medikamenten griff und sich als Arzt aufführte. Die Kinder und Frauen sind es nun nicht anders gewöhnt und verstehen nicht wieso wir nicht einfach so Medikamente verteilen.

     

    Brother Louis, der Leiter von Mercy Home, ist ein ganz gemütlicher Typ. Er bekommt nicht wirklich mit was genau wir machen (also physiotherapeutisch gesehen) und nicht alle Info's über Kinder, die er uns gibt stimmen. Er spricht auch nicht viel, man muss schon das Gespräch anfangen.

     

    Man ist also so ziemlich auf sich alleine gestellt. Deswegen ist es hier einfach unmöglich alleine Praktikum zu machen.Weit und breit gibt es nur Inder (die auch keine große Hilfe sind) und um in "touristisches" Gebiet zu kommen, wo man sich mal mit anderen Leuten austauschen kann, muss man schon mindestens 4h mit dem Zug fahren. Das ist nicht mal eben so zu machen.

     

    Die Verständigung mit den Kindern während der Therapie ist zum Teil sehr schwer, da manche Kinder kein Englisch sprechen und man nie genau weiß was der einheimische Physiotherapeut wirklich übersetzt (bittet man ihn, etwas zu übersetzten dauert dies ziemlich lang und er sagt dann auch nie genau was die Antwort des Kindes war). Das ist ziemlich kontraproduktiv.Auch ist er sonst nicht wirklich eine große Hilfe. Er kann sich zwar mit den Kindern verständigen, aber eines behandelt hat er noch nicht. Meist hält er sich im Raum mit den Trainingsgeräten auf und erklärt den Kindern wie sie die Übungen auszuführen haben. Mit meinem Wissen was ich in den letzen 3,5 jahren gelernt habe, kann ich nur sagen, dass er vom Fach wenig bis keine Ahnung hat. Wir würden gerne mal eine Physiotherapieschule besuchen, um einen Einblick in die Ausbildungsstruktur zu erhalten. Vielleicht haben wir dann mehr Verständnis für ihn ;-)

    January 31

    Indien

    Hallo ihr Lieben!

     

    Jetzt bin ich schon eine Woche in Indien, die Zeit ging schnell vorbei. Seit dem Wochenende sind wir auf Mercy Home. Dort werden wir für die nächsten 3 Monate wohnen. Es ist alles noch sehr gewöhnungsbedürftig. Man muss sich einfach eine ganze Weile Zeit geben, um sich hier einigermaßen wohl zu fühlen. Am besten ist Ablenkung und nicht immer an zu Hause denken. Aber das geht jedem Praktikanten hier so.

    Unser Haus ist riesig, aber ziemlich heruntergekommen. Deswegen kann man 2 Räume gar nicht nutzen (gut, so viel Platz brauchen wir jetzt ja auch wieder nicht). Dafür haben wir eine Dachterrasse mit einem Dach aus Palmzweigen. Da liegt es sich wunderschön.

    Ja was kann man über Indien erzählen: viele Leute, verdammt viel Verkehr, Hupen was das Zeug hält, Müll liegt überall herum. Vom Gestank her geht es sehr gut. Ab und zu ist es echt widerlich, wenn man z.B. an einem Abwasserkanal vorbeikommt. Aber die Abgase der Autos sind auch nicht zu unterschätzen.

     

    Zu Beginn unserer Reise waren wir 3 Tage in Bangalore. Gesehen haben wir davon allerdings nicht viel, da es doch sehr groß und für uns bisher sehr undurchsichtig war. Auch mussten wir uns erstmal an das indische Treiben auf den Straßen gewöhnen.

    Aber wir werden sicher ab und zu dorthin fahren, da es in Bangalore gute Geschäfte gibt, die Hilfsmittel für die Kinder machen.

     

    Seit heute sind wir alleine mit den Kindern. Steffi & Johannes, die vor uns hier waren sind mit dem Praktikum fertig. Zu Anfang ist hier nicht alles so einfach. Die Kommunikation mit den, meist nicht englisch sprechenden Kindern, ist ziemlich anstrengend. Die Kinder kennen uns nicht, wir können uns ihre Namen noch nicht merken, was genau jeder einzelne hat & wie die Behandlung aussieht. Aber ich denke, dass gibt sich auch mit der Zeit. Man muss dennoch versuchen Vertrauen zu den Kindern zu finden, schließlich müssen sie sich auch an neue Therapeuten und Mädchen Animoticon für alles gewöhnen.

     

    Das Wetter ist hier herrlich, Tagsüber angenehm warm, nachts ausreichend kühl. Leider wird das wohl nicht lange so bleiben, denn hier wird es ja auch bald Sommer.

     

    So, das war es mal von mir, würde mich freuen wenn ich auch etwas von euch hören würde. Hier kann man nämlich sehr schnell vereinsamen…vor allem, wenn man evtl. alleine das Praktikum zu Ende machen muss. Also wer Lust hat zu kommen, darf das gerne tun.

     

    Viele Grüße, Rebekka